Patientenbeitrag

Seit Andreas Hempler sein altes Hercules-Rennrad durch ein neues Rad ersetzt hat, fällt ihm das Fahrrad fahren leichter



War der Beitrag hilfreich?
Text ein- und ausblenden

Ich habe mir vorher so einen Jugend-Traum erfüllt. Ich wollte immer so ein Hercules-Fahrrad haben und habe mir das dann irgendwann erfüllt. Ich hatte in der Jugend nie genug Geld dafür und dann hatte ich mir genau das gekauft, was ich in meiner Jugend haben wollte. Können Sie sich vorstellen, ein Fahrrad von vielleicht 1980 oder so. Ich habe mir das umgebaut und das war einfach nur schön. Den Lenker, den stellt man so hoch. Wenn man Rennen fährt, dann muss man ja so gebeugt sitzen wegen des Luftwiderstandes, aber wenn man normal fährt, kann man sich einen Rennlenker ja einigermaßen bequem machen. Den kann man ja auch umdrehen. Das sieht zwar etwas albern aus, aber das kann man durchaus machen. An meinem Hercules hatte ich auch so eine kleine Erhöhung dran, die habe ich mir selber gebastelt, dass ich nicht so gebückt wie ein Rennfahrer musste, sondern gerade fahren konnte. Ja und ansonsten die Sättel, die sollen ein bisschen federn. Der ganze Rahmen soll ein bisschen federn, der soll nicht so schwer sein, und das Lenkrad soll auch ein bisschen federn. Also man soll nicht so ein starres Lenkrad haben, sondern möglichst ein Lenkrad haben, das man ein bisschen bewegen kann.

Aber jetzt habe ich ein Rad, das gesund ist, weil sie mir das Hercules geklaut haben. Heute hat man zum Beispiel eine ganz andere Übersetzung bei der Gangschaltung. Dieses [Hercules-]Fahrrad hatte zum Beispiel lächerliche sechs Gänge und das, was ich jetzt habe, hat so um die 22, das hat eine ganz andere Übersetzung. Man hat es leichter, wenn man berghoch fährt. Man bewegt zwar die Muskulatur, aber überanstrengt die nicht. Das ist ja leichter, wenn man jetzt einen Gang hat, in dem ein Berg leichter zu bewältigen ist. Zum Beispiel, mit diesem Hercules meinetwegen, fuhr man den Berg hoch im zweiten Gang. Bei dem, was ich jetzt habe, kann man locker, im achten, neunten, zehnten bleiben und es ist trotzdem noch bequemer, den Berg hochzufahren als mit diesem Hercules-Ding. Dann hat man bedeutend weniger Schmerzen nachher. Überall. Im Bein hat man weniger Schmerzen, Rücken, Schultern. Die sind schon besser, die heutigen Fahrräder, bedeutend besser.

Andreas Hempler
Das Interview wurde am 05.06.2013 geführt.

Andreas Hempler ist 51 Jahre alt. In den letzten 25 Jahren hatte er mehrfach starke Ischialgie-Vorfälle. Anstelle von Medikamenten geht Andreas Hempler mit Rückenübungen und progressiver Muskelrelaxation gegen die Schmerzen an. Außerdem versucht er, insgesamt mehr Bewegung und Stressausgleich in sein Leben zu integrieren.

Alle Beiträge von Andreas Hempler

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben