Patientenbeitrag

André Michels entscheidet sich bewusst für oder gegen Bewegung, indem er auf die Zeichen seines Körpers achtet



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Es ist mein Leben, ich mache es für mich. Also von demher, ich lasse mich da nicht kränken. Klar, ich habe immer kurz das Gefühl “Ja, jetzt sehe ich aus als würde ich mich drücken”, aber ich zeige dann auch, dass, beispielsweise als vor drei Wochen ein Kollege umgezogen ist, habe ich mich angeboten. Ich habe gesagt “Ich kann helfen, aber ich kann nicht schwer tragen. Aber ich kann Möbel auseinanderschrauben, ich kann Möbel zusammenschrauben” und ich habe mich nicht gedrückt, ich konnte zeigen, ich drücke mich nicht. Aber ich mache einfach gewisse Dinge nicht.
Am Anfang habe ich das wahrscheinlich gemacht, aber dann hat man Rückenschmerzen, dann weiß man, es war definitiv nicht gut. Und dann, wenn man wieder fit ist, macht man es nicht mehr, es ist halt wieder dieser Lerneffekt. Aber ich denke, man kann auch nicht sagen “Mach nichts”, weil jeder muss ein bisschen selbst herausfinden, wie weit kann ich gehen.
Und der Lernprozess wird wahrscheinlich weitergehen, immer, weil ich komme in Situationen in meinem Leben, wo ich etwas anderes mache, wo vielleicht mein Rücken belastet und dann weiß ich vielleicht nicht, belastet das den Rücken oder nicht. Und dann werde ich merken, ob es gut ist oder nicht. Also beispielsweise Tischfußball, denkt niemand, dass das ein Problem ist, geht gar nicht. Hingegen Billard, gleiche Höhe, gleiche Rückenbewegung, aber wahrscheinlich weniger ruckartig, ist kein Problem. Dann, Bowling geht einfach nicht zu lange und dann muss ich halt ein bisschen ausprobieren was geht, was geht wie lange, wo habe ich dann, wo leide ich nach einer gewissen Zeit.

André Michels
Das Interview wurde am 22.07.2011 geführt.

André Michels ist 30 Jahre alt. Mit 25 Jahren bekam er Rückenprobleme und erlitt einen Bandscheibenvorfall, der operiert wurde. Seither absolviert André Michels wöchentlich ein gezieltes Rückentraining, achtet auf eine rückengerechte Haltung im Alltag und fühlt sich heute deutlich fitter als vor dem Bandscheibenvorfall.

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