Patientenbeitrag

Seit sich Marie Bernstein eine andere Sitzposition angewöhnt hat und sich zwischendurch viel bewegt, hat sie bei der Schreibtischarbeit keine Schmerzen mehr



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Ich habe auch jetzt immer mal wieder Stunden oder Momente, wo ich merke, der Rücken tut weh. Vor allen Dingen, wenn ich sehr viel sitzen muss. Aber das ist dann mit ein bisschen Bewegung, mit dem Fitnesstraining, mit Strecken, mit wenigen Übungen und ohne, dass ich da jetzt ein Programm draus machen muss, eigentlich immer ganz schnell auch wieder vorbei. Ich glaube allerdings, dass ich auch anders sitze als früher. Ich sitze sehr viel eher auf der Kante des Stuhles, sodass die Oberschenkel geneigt sind, ohne dass ich jetzt ein spezifisches Kissen dafür habe. Ich mache das ganz automatisch, dass ich zwischen verschiedenen Haltungen sehr stark wechsle am Schreibtisch und eben zwischendrin auch sehr häufig mich lockere. Das mache ich ganz automatisch. Das ist auch etwas, was der Alexander-Therapeut mir beigebracht hat. Der hat auch diese Meditationshaltung, die ja ganz starr ist – man sitzt ja wirklich bewegungslos eine halbe Stunde, eine Stunde – der hat sich das sehr kritisch angeguckt und hat das mit mir besprochen und da haben wir überlegt, wie ich das auch so machen kann, dass ich da nicht versteinere in dieser Haltung. Und das war auch sehr gut, das hat auch dazu beigetragen. Das war prima. Ich habe seit vielen Jahren kein Schmerzmedikament mehr genommen, weil mir der Rücken weh tut. Das ist völlig verschwunden. Ich habe dann später immer mal wieder durch die viele Sitzerei im Halswirbelsäulenbereich entsprechende Verspannungen gehabt. Aber durch diese andere Art des Umgehens mit dem Körper, ohne dass das jetzt ein großes Gymnastikprogramm ist, durch das Qigong, durch eine andere Wahrnehmung hat sich das ganz erheblich gebessert. Sodass ich jetzt mich sehr beweglich und sehr zufrieden fühle.

Marie Bernstein
Das Interview wurde am 21.04.2013 geführt.

Marie Bernstein ist 63 Jahre alt. Mit 30 Jahren bekam sie erstmals Rückenschmerzen, die sie zunächst mit Schmerzmitteln und Entlastungsübungen in Schach hielt. Etwa 10 Jahre darauf bekam sie aber erneut starke Schmerzen und Lähmungserscheinungen – ein Bandscheibenvorfall wurde diagnostiziert. Daraufhin befasste sich Marie Bernstein eingehender mit ihrem Körper: Sie ließ sich in Alexander-Technik schulen, geht seitdem regelmäßig ins Fitnessstudio und fährt im Alltag viel Rad. Außerdem hat Marie Bernstein gute Erfahrungen mit Qigong gemacht und meditiert täglich.

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