Patientenbeitrag

Bis heute fällt es Daniel Klee schwer, den Sport in seinen Alltag fest zu integrieren



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Also ich glaube die größten Hindernisse für mich und ich denke auch, dass das für andere der Fall ist, aber ich rede jetzt nur von mir, ist: Wie schaffe ich es, diese Maßnahmen, die für meine Gesundheit gut sein sollen, in meinen Alltag zu integrieren? Denn natürlich steht der Job an erster Stelle, denn ich muss ja von irgendwas leben. Und das miteinander in Einklang zu bringen, das war das Schwierigste. Ich habe damit angefangen das bewusst umzustellen während meines Studiums. Und da war es für mich in der Rückschau, obwohl ich objektiv gesehen damals mehr Zeit hatte als jetzt, schwieriger als das jetzt der Fall ist, das in das Berufsleben zu integrieren. Und zwar aus dem Grund, weil ich mich dort eher zwingen musste. Also vielleicht anders gesagt, ich hatte so viel Freizeit, dass ich nicht wusste, wann ich jetzt zum Beispiel den Sport machen soll. Ich hätte den an dem Tag, an dem Tag oder an dem Tag machen können und jetzt bei 40 Stunden die Woche und fünf Tagen Arbeit in der Woche, da werden einfach die Zeitfenster, in denen man die Möglichkeit hat etwas zu tun, die werden viel kleiner. Und deswegen muss man die auch effektiver nutzen. Also somit bin ich gezwungen, effektiver zu handeln. Und wenn ich heute meinen Plan nicht erfülle, dann kann ich ihn morgen wahrscheinlich auch nicht mehr erfüllen und dann komme ich immer mehr ins Hintertreffen. Also von daher war das zu meiner Anfangszeit relativ schwierig wirklich zu sagen: „Heute gehst du zwei Stunden zum Training. Um zehn oder um vier oder keine Ahnung.“ Ich hätte auch um elf oder um fünf gehen können und dann hätte ich aber auch, wenn es dann halb fünf ist, sagen können, „nein, ich mache noch das und das und gehe um sechs“. Also das ist schon eine große Gefahr, die ich auch nach wie vor sehe: Wie beeinflussen einen die äußeren Faktoren? Das waren so die größten Hindernisse, diese Zeitplanung. Weil man ist ja niemand anderem Rechenschaft schuldig als sich selbst. Das ist glaube ich genau die Problematik dabei, wenn man so einen Lebensstil findet oder ändert und sich sozusagen Eckpunkte setzt, an denen man sich entlang hangelt. Und deswegen habe ich das dann einfach verknüpft mit Freunden, denen es genau so ging. Das hat für mich noch nicht diese Verbindlichkeit wie mit einer Mannschaft oder einem Kurs, aber trotzdem verabredet man sich auf halb sieben oder sieben und dann ist man auch da. Gut, der eine kommt dann fünf Minuten früher oder später, aber man hat einen Grund irgendwo hinzugehen. Nämlich der gute Freund, mit dem man dann zusammen trainiert. Und so etwas braucht man. Das ist wichtig. Mittlerweile kriege ich es auch alleine hin, aber nicht immer.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 14.01.2013 geführt.

Daniel Klee ist 33 Jahre alt. Schon seit er 21 ist, leidet er unter Rückenschmerzen. Durch gezieltes Training im Fitnessstudio, Klettern und Radfahren trainiert er seine Muskulatur. Im Büroalltag achtet er auf genügend Bewegung. Seinen Stress hat er reduziert, indem er ein besseres Zeitmanagement für sich gefunden hat.

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