Patientenbeitrag

Nur nicht zu lange mit dem Sport aussetzen, ist Winfried Sebeins Rezept gegen den inneren Schweinehund



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Wenn man ein oder zwei Jahre aussetzt, denn wir sind ja arme Wesen, wir Menschen, dann verkümmern die Sehnen und die Muskeln, alles wird wieder schwach. Das ist auch das Problem der Älteren. Wenn die sich nicht entsprechend verhalten, dann können die sich nicht mehr bewegen und alles verkürzt. Also muss man etwas für sich tun. Es ist auch vorgekommen, dass ich sage, „ich habe heute keine Lust“ oder ich bin auch schon mal eine Woche nicht dort gewesen, wenn irgendwas anderes war und ich andere Termine habe. Ich bin auch woanders aktiv, sodass ich dann gar nicht kann. Aber zwei Wochen nicht da hinzugehen, das gibt es nur, wenn ich verreist bin. Nur dann, sonst aber nicht. Das ist wie mit allem, was man eine längere Zeit nicht macht: Da findet man Argumente, um es nicht zu erledigen. Das kennen Sie auch vom Studium, manche Dinge macht man eben nicht gern, die legt man beiseite, obwohl das genau verkehrt herum ist. Was sagten die weisen Psychologen? „Das Unangenehme soll man zuerst erledigen.“ Im Beruf habe ich das nachher auch gemacht, weil man dann ein Erfolgserlebnis hat. Und das Leichte, das machen Sie dann mit links. Und so ist das hier auch mit dem Training. Wenn Sie da zu lange weg bleiben, da können Sie sagen: „Warum soll ich dahin gehen? Es geht mir doch gut.“ Also muss ich gehen. Das ist der innere Antrieb.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 28.01.2013 geführt.

Winfried Sebein ist 67 Jahre alt. Er litt jahrelang unter starken Rückenschmerzen. Durch gezieltes Krafttraining und Fahrrad fahren brachte er mehr Bewegung in sein Leben. Außerdem erlernte er Autogenes Training, um sein Stresslevel besser zu kontrollieren. Mittlerweile ist Winfried Sebein beschwerdefrei.

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