Patientenbeitrag

Nach wie vor muss Marie Bernstein sehr mit kämpfen, um nicht zu viele Süßigkeiten zu essen



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Ich bin immer noch an der Gefahr der Zuckersucht. Also ich esse für mein Leben gern richtig schrecklich süße Sachen – nur ganz bestimmte, aber die dann wirklich suchtartig und hemmungslos. Es geht im Allgemeinen sehr gut, aber es gibt heftige Rückfälle. Die sind saisonal, weil ich zum Beispiel für mein Leben gern diese süßen Zucker-Eier esse, die es nur an Ostern gibt. Und da lege ich mir dann gelegentlich Vorräte an, die bis in den Frühsommer reichen. Da ist es mir in den letzten Jahren gelungen, bestimmte Sachen wegzulassen. Da gibt es dann aber auch keine Alternativen, ich esse dann nicht was anderes deswegen. Sondern dann habe ich es geschafft, das mal sein zu lassen. Das macht auch Spaß zu merken, das kann man ändern und da ist man nicht nur den Zucker-Eiern ausgeliefert. Aber da ist noch Land zu gewinnen. Da bin ich auch nach wie vor immer wieder gefährdet, plötzlich doch mal wieder an irgendeiner Ecke einzusteigen und dann plötzlich festzustellen – und dann ist ja auch so das Problem: „Warum eigentlich nicht? Macht es was, wenn du jetzt in drei Tagen eine Schachtel Mon Cherie frisst oder nicht? Davon wirst du ja weder fett noch sonstwas.“ Aber okay, dann kommt wieder der Punkt, wo ich sage: „Nee, jetzt wiege ich zwei Kilo mehr, als ich gern möchte und spüre das auch. Auch wenn das nicht gesundheitsrelevant ist, das mag ich jetzt nicht.“ Und dann muss ich wieder zurückrudern. Das ist so ein Bereich, da fällt es mir schwer.

Marie Bernstein
Das Interview wurde am 21.04.2013 geführt.

Marie Bernstein ist 63 Jahre alt. Mit 30 Jahren bekam sie erstmals Rückenschmerzen, die sie zunächst mit Schmerzmitteln und Entlastungsübungen in Schach hielt. Etwa 10 Jahre darauf bekam sie aber erneut starke Schmerzen und Lähmungserscheinungen – ein Bandscheibenvorfall wurde diagnostiziert. Daraufhin befasste sich Marie Bernstein eingehender mit ihrem Körper: Sie ließ sich in Alexander-Technik schulen, geht seitdem regelmäßig ins Fitnessstudio und fährt im Alltag viel Rad. Außerdem hat Marie Bernstein gute Erfahrungen mit Qigong gemacht und meditiert täglich.

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