Patientenbeitrag

Eine Therapie und eine klare Tagesstruktur halfen Maike Albrecht aus einer depressiven Phase



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Ich hatte Ängste und ganz dunkle Träume. Daraus entstand dann der Wunsch: „Ich muss das irgendwie aufarbeiten. Ich muss damit klar kommen.“ Wie schaffe ich das? Ich möchte keine Medikamente mehr, das musste mal sein. Das habe ich eingesehen. Anders geht es nicht. Medikamente und Gespräche sind die Basis wieder rauszukommen aus so einer nervlichen Erkrankung, aus so einer Art Nervenzusammenbruch. Das habe ich eingesehen, das ist mir klar gewesen, aber die wollte ich dann nicht mehr haben. Jetzt kommen die Gespräche.

Durch diese großartigen Gespräche und Methoden, die mir dann aufgezeigt wurden, um damit umzugehen und es dann eben verblassen zu lassen. Das war eine Möglichkeit. Und eben es anzusprechen. Und da ist mir bewusst geworden: „Das ist jetzt hier mein Lebensmittelpunkt und was ich jetzt noch mit dem Rest meines Lebens anstelle, das soll gut werden.“ Das ist mir durch die Gespräche verdeutlicht worden und ich bin sehr dankbar dafür.

Ich habe schon vorher immer gelesen und habe mir alle möglichen Impulse geholt: Bewusst mit dem Leben umzugehen und bewusst meine Lebensinhalte zu wählen. Auch eine Lebensstruktur zu haben. Eine gewisse Disziplin. Ich muss jetzt nicht den Wecker stellen und 6:30 Uhr aufstehen. So ist es nicht, aber eine Tagesstruktur ist schon ganz schön.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 20.06.2012 geführt.

Maike Albrecht ist 70 Jahre alt. Seit eines Sturzes vor acht Jahren leidet sie aufgrund einer Bandscheibenvorwölbung an chronischen Rückenschmerzen. Vor drei Jahren ließ sich Maike Albrecht deshalb an der Bandscheibe operieren. Maike Albrecht geht regelmäßig wandern, fährt im Alltag stets Rad und macht tägliche Früh-Gymnastik. Außerdem leitet sie eine Senioren-Sportgruppe, in welche sie gezielt Übungen für den Rücken einbaut. Gegen die chronischen Schmerzen hat Maike Albrecht zahlreiche Ablenkungsstragien entwickelt und auch eine Psychotherapie in Anspruch genommen.

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