Patientenbeitrag

Übungen aus der Physiotherapie und ein Gymnastikball halfen Natalija Schmidt, ihre chronischen Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen



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Wegen meiner Rückenerkrankung: Als ich nach Deutschland kam, musste ich hier quasi einen neuen Beruf erlernen. Und dann habe ich eine Ausbildung als Altenpflegerin gemacht, habe zwei Jahre gelernt und dann dreieinhalb Jahre in dieser Branche gearbeitet. Und dann hat es angefangen, dass ich diese spürbaren Rückenschmerzen bekommen habe. Richtig richtig doll. Ich habe im Pflegedienst gearbeitet und manchmal allein. Man muss bei einigen Patienten zusammen arbeiten, sodass man schwere Patienten nicht alleine, sondern zu zweit hebt, aber manchmal gab es keine Möglichkeit dazu. Und seitdem habe ich diese Schmerzen gespürt. Ich habe viel Physiotherapie gemacht und dann eine Reha. Und ich dachte natürlich, „Du musst selbst etwas machen, selbst etwas unternehmen.“ Ich habe versucht meinen Lebensstil zu ändern und mehr Bewegung für den Oberkörper einzubauen. Ich habe auch Krankengymnastik bekommen. Das tat gut, weil ich das zu Hause auch selbst machen konnte. Das finde ich gut. Zu Hause mache ich diese Bewegungen, die mir gefallen haben. Besonders im Liegen, diese Fischübung, mit der du die Wirbelsäule in die richtige Position kriegst. Ja, ich mache einige Übungen von dieser Krankengymnastik zu Hause. Das dauert maximal zehn Minuten, nicht länger. Abends können diese leichten Übungen länger sein, je nachdem. Ich mache das nicht jeden Tag wegen der Zeit. Wenn ich etwas spüre in meinem Rücken, dann merke ich gleich, „Oh, ich muss jetzt wieder etwas machen.“ Und ich habe zu Hause noch einen Ball und damit mache ich diese Bewegungen für das Kreuz auf dem Ball. Das tut auch gut. Und unser Ball, der liegt immer in der Stube, damit wir ihn auch sehen. Obwohl wenig Platz ist, lasse ich ihn trotzdem liegen. Wenn du ihn siehst, dann merkst du: „Ja, da muss man schon etwas machen.“ Manchmal abends, wenn du einen Film guckst, dann kannst du diese Übungen am Ball, zum Beispiel diese Wackelübungen machen und dich auf einen Film konzentrieren, wenn du magst. Wir haben auch ein Gerät im anderen Zimmer stehen, aber wenn wir das nicht jedes Mal sehen, vergisst du das manchmal. Deswegen habe ich mit dem Ball gesagt: „Es sieht vielleicht nicht so toll aus, aber er soll hier liegen bleiben, damit wir ihn auch sehen.“

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 27.03.2013 geführt.

Natalija Schmidt ist 51 Jahre alt. Als sie vor 15 Jahren begann im Senioren-Pflegedienst zu arbeiten, bekam sie starke Rückenschmerzen. Daraufhin fing Natalija Schmidt an, mehr Sport zu treiben: Tägliche Gymnastik zuhause ist mittlerweile genauso Routine wie ein täglicher Spaziergang und regelmäßiges Radfahren im Park. Einmal die Woche geht Natalija Schmidt ins Fitnessstudio. Durch den Sport, einen Berufswechsel und gezielte Entspannungsstrategien hat Natalija Schmidt ihre Rückenschmerzen mittlerweile gut im Griff.

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