Patientenbeitrag

Anstelle von Kopfschmerztabletten versucht Harry Thomas, Sport zu treiben oder sich zwischendurch eine Massage zu gönnen



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Alle Menschen, die stark in Stresssituationen stehen, sollten versuchen, zumindest vom Zeitvolumen her dasselbe Volumen an Bewegung entgegenzusetzen. Das heißt, wenn ich zehn Minuten Stress in meinem Büroalltag über mich ergießen lassen musste, dann möchte ich in meiner Mittagspause zehn Minuten Gegenteiliges erleben. Also mich bewegen oder laufen oder mit dem Fahrrad wie ein Verrückter durch die Gegend fahren, sodass ich sage, „okay, ich habe das wieder gut alles im Lot“.

Aha Kopfschmerzen, nehme ich Aspirin, nehme ich ISS oder so, schon geht es einem besser. Aber das ist ja gar nicht effektiv, diese Mittel zu nehmen, sondern es wäre viel effektiver, zu sagen, „okay, ich kenne einen guten Masseur“ oder „ich habe jemanden, der massiert mir jetzt den Rücken oder der macht das und die Wirkung ist noch besser oder genauso gut“. Man sollte sich gedanklich vielleicht mal damit beschäftigen, dass man sagt, „okay, für jedes Problem gibt es eine Möglichkeit, das Problem zu eliminieren“. Und das ist das, was man eigentlich versuchen sollte. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen machen können. Letztens auch im Büro: Zwei Etagen über der Geschäftsstelle hat eine Therapeutin ihr Büro und die kam runter und massierte uns alle in der Mittagspause gratis den Hals und die Schulterblätter. Und das zehn Minuten oder fünf Minuten für jeden, das würde schon langen. Das ist eine sehr gute Sache. Ich versuche das dann natürlich auch umzusetzen. Wenn man einen positiven Erfahrungseffekt hat und es leicht umzusetzen ist, sagt man sich, „okay, ich habe jetzt mal zwei Tage Stress gehabt, ich komme morgen Mittag eine halbe Stunde in dein Massagebüro und dann machst du mir eine Schulter-Rücken-Massage“.

Harry Thomas
Das Interview wurde am 16.04.2013 geführt.

Harry Thomas ist 60 Jahre alt. Durch einen Sturz zog er sich vor über 30 Jahren einen Lendenwirbelbruch zu. Es brauchte zwei Jahre und intensive Rehamaßnahmen, bis die Verletzung ausgeheilt war. Bis heute gehören tägliche Gymnastik, Bewegung und rückengesunde Hilfsmittel zu seinem Alltag, um nicht wieder unter Schmerzen zu leiden. Außerdem achtet Harry Thomas darauf, sein Stresspensum in Maßen zu halten.

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