Patientenbeitrag

Harry Thomas weiß: Wenn man sich vor Augen hält, was einen unter Stress setzt, helfen oft schon kleinste Veränderungen



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In massiven Stresssituationen sollte man erst mal das durchdenken und sagen: Muss ich mir das antun? Muss ich das haben? Oder kann ich das mit neuen Wegen, mit neuen Formen, wie ich mit den Dingen umgehe, ändern? Dass ich sage, „okay, also ich habe hier erkannt, es gibt drei Stressfaktoren auf meinem Tisch“ oder „es gibt zwei Menschen an meinem Tisch, die für mich Stressfaktoren sind“, also versuche ich das zu kompensieren. Wenn ich am Tisch sitze, versuche ich natürlich, dass die mir nicht gegenüber sitzen, sondern dass die andere Aufgaben übernehmen müssen. Oder dass ich sage, „okay, es ist nicht gut, zwei Schreibtische nebeneinander zu haben, wir stellen die Tische besser auseinander, also einer dort und der andere da“. Das sind manchmal kleine Veränderungen. Die Frage, die man sich immer stellen sollte: Was sind die Auslöser der Stressfaktoren? Warum komme ich in Stresssituationen? Und dann sollte das Ziel natürlich dort zu suchen sein. Dass man sich aufschreibt, was die Faktoren, die Stress auslösend sein können für mich, sind. Und dann versuchen, einfach jeden Abend so einen Punkt zu bearbeiten. Dass man sagt, „okay, hier kann ich selbst etwas verändern in meiner Umgebung oder an mir“.

Harry Thomas
Das Interview wurde am 16.04.2013 geführt.

Harry Thomas ist 60 Jahre alt. Durch einen Sturz zog er sich vor über 30 Jahren einen Lendenwirbelbruch zu. Es brauchte zwei Jahre und intensive Rehamaßnahmen, bis die Verletzung ausgeheilt war. Bis heute gehören tägliche Gymnastik, Bewegung und rückengesunde Hilfsmittel zu seinem Alltag, um nicht wieder unter Schmerzen zu leiden. Außerdem achtet Harry Thomas darauf, sein Stresspensum in Maßen zu halten.

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